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DogFatherGitandClaude Opus 5 7b09d752f8 Auskunft und Loeschung nach DSGVO (Art. 15/17)
Schreibt jemand "Welche Daten haben Sie ueber mich?" oder "Bitte
loeschen Sie meine Daten", laeuft eine Frist von einem Monat (Art. 12
Abs. 3 DSGVO). Bisher haette man dafuer von Hand durch ein Dutzend
Tabellen suchen muessen -- und uebersieht man eine, ist die Auskunft
unvollstaendig, ohne dass man es ihr ansieht.

⚠️ LOESCHEN IST NICHT EINFACH LOESCHEN

Der naheliegende Weg waere ein "Alles loeschen". Das waere bequem und
doppelt falsch: Rechnungen und Buchungsbelege unterliegen einer
gesetzlichen Aufbewahrungspflicht -- § 147 Abs. 3 AO nennt acht Jahre
fuer Buchungsbelege, zehn fuer Handelsbuecher, gerechnet ab dem Ende
des Kalenderjahres (Abs. 4). Wer sie auf Zuruf loescht, verstoesst
gegen Steuerrecht, um Datenschutzrecht zu erfuellen.

Die DSGVO nimmt diesen Fall selbst aus (Art. 17 Abs. 3 lit. b). Fuer
das, was bleiben muss, sieht sie die Einschraenkung der Verarbeitung
vor (Art. 18) -- genau so wird es ausgewiesen, samt Datum, ab dem
geloescht werden darf.

Dasselbe bei Widerrufserklaerungen: Sie sind der Nachweis, DASS und
WANN widerrufen wurde. Wer sie loescht, vernichtet seinen eigenen Beleg
in genau der Sache, in der es spaeter Streit geben koennte.

EIN FEHLER, DEN DER TEST VOR DEM ERSTEN LAUF GEFUNDEN HAT

Die Tabelle wd_widerrufe fuehrt die Adresse nicht als "email", sondern
als "kontakt". Die erste Fassung suchte nach "email" -- sie haette dort
NIE einen Treffer geliefert, und die Auskunft haette trotzdem sauber
ausgesehen. Aufgefallen nur, weil die Testdaten gegen das echte Schema
angelegt wurden statt gegen die Annahme.

Deshalb steht in der Quellenliste jetzt die Spalte, nicht eine
Vermutung.

WEITERE ENTSCHEIDUNGEN

- Die Suche geht ueber die Adresse UND ueber die Kundenkennung. Vieles
  haengt nicht an der Adresse; ohne diesen Schritt bliebe die halbe
  Auskunft leer.
- Gross- und Kleinschreibung spielt keine Rolle -- sonst bekaeme
  jemand eine leere Auskunft, weil er seine Adresse anders schreibt.
- Die Loeschung verlangt die Adresse ein zweites Mal. Der Unterschied
  zwischen .org und .com ist ein Buchstabe, die Folge unwiederbringlich.
- Sie laeuft in einer Transaktion: Bricht sie ab, bliebe sonst ein
  halbgeloeschter Bestand, und niemand wuesste, welcher Teil weg ist.
- Der Vorgang wird protokolliert, aber OHNE die geloeschten Inhalte --
  sie dabei erneut zu speichern waere das Gegenteil des Zwecks.

15 Pruefungen gruen, mit Gegenprobe (fremde Adresse liefert nichts).

Die Oberflaeche in der Verwaltung folgt. Deploy braucht Filipe:
server-internal liegt unter /home/dogiintern mit Rechten 700.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <[email protected]>
2026-08-26 19:55:05 +02:00

145 lines
5.5 KiB
JavaScript

/* =====================================================================
webdesign-datenschutz.js — Auskunft und Löschung (DSGVO Art. 15/17)
Drei Endpunkte, und die Reihenfolge ist Absicht:
auskunft — was ist gespeichert (unschädlich, jederzeit)
loeschvorschau — was geschähe bei einer Löschung
loeschen — führt aus, und nur mit ausdrücklicher Bestätigung
Eine Löschung ist endgültig. Sie gehört nicht hinter einen Knopf, der
sofort zuschlägt — deshalb ist die Vorschau ein eigener Schritt und
die Ausführung verlangt zusätzlich die Adresse als Bestätigung, so
wie man es beim Löschen eines Kontos kennt.
===================================================================== */
import { db } from "../db.js";
import { json } from "../lib/http.js";
import { requireSession } from "../lib/auth.js";
import { hasPermission } from "../lib/permissions.js";
import { ausweisPruefen } from "../lib/webdesign-ausweis.js";
import { text, verlauf } from "../lib/webdesign-helfer.js";
import { datenZuPerson, loeschvorschau } from "../lib/webdesign-personendaten.js";
async function darf(req, recht) {
const ausweis = ausweisPruefen(req);
if (ausweis) return { erlaubt: true, sitzung: { actor: ausweis.rolle, isOwner: true } };
const sitzung = await requireSession(req);
if (!sitzung) return { erlaubt: false, grund: 401, sitzung: null };
if (sitzung.isOwner) return { erlaubt: true, sitzung };
const ok = hasPermission(sitzung.permissions, sitzung.overrides, recht);
return { erlaubt: ok, grund: ok ? null : 403, sitzung };
}
/* Auskunft und Löschung berühren ALLE Kundendaten. Das ist bewusst an
das Recht zum Verwalten von Kunden geknüpft, nicht an das blosse
Ansehen von Anfragen. */
const RECHT = "WD_KUNDEN_MANAGE";
export async function dsAuskunft(req, res) {
const p = await darf(req, RECHT);
if (!p.erlaubt) return json(res, { ok: false, error: "Kein Zugriff." }, p.grund);
try {
const daten = datenZuPerson(text(req.body?.email, 200));
/* Der Zugriff wird protokolliert. Eine Auskunft ist ein
Verwaltungsvorgang mit Frist -- man will später belegen können,
wann sie erstellt wurde. */
verlauf("datenschutz", daten.email, "auskunft erstellt",
p.sitzung?.actor || "unbekannt", { datensaetze: daten.datensaetze });
return json(res, { ok: true, ...daten });
} catch (e) {
return json(res, { ok: false, error: e.message || "Fehlgeschlagen." }, 400);
}
}
export async function dsLoeschvorschau(req, res) {
const p = await darf(req, RECHT);
if (!p.erlaubt) return json(res, { ok: false, error: "Kein Zugriff." }, p.grund);
try {
return json(res, { ok: true, ...loeschvorschau(text(req.body?.email, 200)) });
} catch (e) {
return json(res, { ok: false, error: e.message || "Fehlgeschlagen." }, 400);
}
}
export async function dsLoeschen(req, res) {
const p = await darf(req, RECHT);
if (!p.erlaubt) return json(res, { ok: false, error: "Kein Zugriff." }, p.grund);
const email = text(req.body?.email, 200);
const bestaetigung = text(req.body?.bestaetigung, 200);
/* Die Adresse muss ein zweites Mal eingegeben werden. Das ist keine
Schikane: Der Unterschied zwischen "[email protected]" und
"[email protected]" ist ein Buchstabe, und die Folge wäre, dass die
Daten der falschen Person gelöscht werden -- unwiederbringlich. */
if (!email || email.toLowerCase() !== bestaetigung.toLowerCase()) {
return json(res, {
ok: false,
error: "Zur Bestätigung bitte dieselbe E-Mail-Adresse ein zweites Mal eingeben.",
}, 400);
}
let vorschau;
try {
vorschau = loeschvorschau(email);
} catch (e) {
return json(res, { ok: false, error: e.message }, 400);
}
if (!vorschau.loeschbar.length) {
return json(res, {
ok: true, geloescht: 0,
hinweis: vorschau.bleibt.length
? "Es gibt nichts zu löschen — alles Gefundene unterliegt einer Aufbewahrungspflicht."
: "Zu dieser Adresse ist nichts gespeichert.",
bleibt: vorschau.bleibt,
});
}
/* Alles oder nichts. Bricht es mittendrin ab, bliebe ein
halbgelöschter Bestand zurück -- und niemand wüsste, welcher Teil
schon weg ist. */
const daten = datenZuPerson(email);
let geloescht = 0;
const durchfuehren = db.transaction(() => {
for (const bereich of vorschau.loeschbar) {
const b = daten.bereiche.find((x) => x.tabelle === bereich.tabelle);
if (!b) continue;
for (const zeile of b.zeilen) {
if (!zeile.id) continue;
const r = db.prepare(`DELETE FROM ${bereich.tabelle} WHERE id = ?`).run(zeile.id);
geloescht += r.changes;
}
}
});
try {
durchfuehren();
} catch (e) {
return json(res, { ok: false, error: "Löschung abgebrochen: " + e.message }, 500);
}
/* Der Vorgang selbst wird festgehalten -- OHNE die gelöschten Inhalte.
Man muss belegen können, DASS und WANN gelöscht wurde; die Daten
dabei erneut zu speichern wäre das Gegenteil des Zwecks. */
verlauf("datenschutz", email, "daten geloescht",
p.sitzung?.actor || "unbekannt",
{ geloescht, bereiche: vorschau.loeschbar.map((x) => x.was), aufbewahrt: vorschau.bleibt.length });
return json(res, {
ok: true,
geloescht,
bleibt: vorschau.bleibt,
hinweis: vorschau.bleibt.length
? "Gelöscht, soweit zulässig. Der Rest unterliegt einer Aufbewahrungspflicht "
+ "und wird nur noch aufbewahrt, nicht mehr verwendet (Art. 18 DSGVO)."
: "Alle Daten zu dieser Adresse wurden gelöscht.",
});
}