# Wiederherstellung des Creator Workspace Für den Tag, an dem etwas kaputt ist. Geschrieben, damit sie auch dann funktioniert, wenn man aufgeregt ist und keine Zeit zum Nachdenken hat. **Der wichtigste Satz zuerst:** Die Datei `workspace.db` allein ist **nicht** die Datenbank. Im WAL-Betrieb stehen die neuesten Änderungen in `workspace.db-wal`. Wer nur die `.db` kopiert, kopiert unter Umständen **nichts** — genau das war am 31.08.2026 der Fall (Datenbank 4 KB, WAL 2,1 MB). Deshalb: **Nie Dateien kopieren. Immer die fertigen Sicherungen benutzen.** --- ## Wo alles liegt | Was | Wo | |---|---| | Datenbank | `/home/dogiweb/workspace-daten/workspace.db` | | Hochgeladene Dateien | `/home/dogiweb/workspace-daten/dateien/` | | Wissens-Bibliothek (PDFs) | `/home/dogiweb/workspace-daten/wissen/` | | Sicherungen (Server) | `/home/dogiweb/workspace-daten/sicherungen/` | | Sicherungen (dieser PC) | `~/Documents/Obelix/Sicherungen/workspace/` | Aufgehoben werden **7 tägliche, 4 wöchentliche, 6 monatliche**. Geschrieben wird jede Nacht ab 3 Uhr, geprüft direkt danach. --- ## Fall 0: „Ich komme nicht mehr rein" Der häufigste Notfall — und der einzige, bei dem nichts kaputt ist. Passiert am 02.09.2026: neuen Code für sich selbst erzeugt, im selben Moment abgemeldet, Code weg, bevor er abgeschrieben war. **Der alte Code ist nicht wiederherstellbar.** In der Datenbank steht nur seine Prüfsumme, nirgends der Klartext — auch nicht in den Sicherungen. Es gibt nur den Weg nach vorn: einen neuen setzen. Auf dem Server, angemeldet als `dogi`, **ein Block**: ``` sudo -u dogiweb bash /home/dogiweb/dogfather-universe/tools/notfall-code.sh ``` Für jemand anderen den Namen anhängen, z. B. `... notfall-code.sh "Cigdem"`. Ohne Namen nimmt es DogFather. Ein falscher Name schadet nichts — das Skript listet dann auf, wen es gibt. Das Skript setzt einen neuen Code, zeigt ihn an und löscht die Sperre nach acht Fehlversuchen gleich mit (die hätte sonst 10 Minuten gekostet). **Das `-u dogiweb` muss dranbleiben.** Als `root` ausgeführt gehören die Hilfsdateien der Datenbank danach `root`, und der Dienst kann nicht mehr schreiben — dann ist wirklich etwas kaputt. Danach: Code **sofort nach Bitwarden**, nicht in eine Notiz, nicht in einen Chat. **Warum es keinen fest hinterlegten Notfall-Code in der Anwendung gibt:** Der wäre eine Hintertür, die dauerhaft offensteht — jeden Tag, für jeden, der sie findet, ohne dass es auffällt. Dieser Weg verlangt Zugang zum Server, hinterlässt einen Protokolleintrag, und es gibt nichts zu erraten. **Seit dem 02.09.2026 sollte er kaum noch nötig sein:** Wer seinen eigenen Code erneuert, bleibt in dieser Sitzung angemeldet (alle anderen Geräte fliegen weiterhin hinaus), und der Kasten mit dem Code verschwindet nicht mehr von selbst. Festgehalten in `server/pruef-code.mjs`. --- ## Fall 1: „Ich habe aus Versehen etwas gelöscht" Nichts überstürzen. Die Sicherung von heute Nacht hat es noch. **Erst nachsehen, ob es sich lohnt** — ohne irgendetwas anzufassen: ``` ssh dogfather-server "cd /home/dogiweb/workspace-daten/sicherungen && ls -la && for f in *.db; do echo \"--- \$f\"; sqlite3 \$f 'SELECT COUNT(*) FROM personen; SELECT COUNT(*) FROM aufgaben;'; done" ``` Dann weiter mit Fall 2. --- ## Fall 2: Datenbank zurückspielen **Ein Block, von oben nach unten.** Er stoppt den Dienst, legt den kaputten Stand zur Seite (nicht löschen — vielleicht braucht man ihn noch), spielt die Sicherung ein, prüft sie und startet erst dann wieder. `DATUM` vorher auf die gewünschte Sicherung ändern. ``` ssh dogfather-server 'DATUM=2026-08-31; S=/home/dogiweb/workspace-daten; sudo systemctl stop dogiweb.service && sleep 2 && mv $S/workspace.db $S/kaputt-$(date +%Y%m%d%H%M).db 2>/dev/null; rm -f $S/workspace.db-wal $S/workspace.db-shm; cp $S/sicherungen/taeglich-$DATUM.db $S/workspace.db && chown dogiweb:dogiweb $S/workspace.db && sqlite3 $S/workspace.db "PRAGMA integrity_check; PRAGMA foreign_key_check; SELECT COUNT(*) || \" Personen\" FROM personen;" && sudo systemctl start dogiweb.service && sleep 3 && systemctl is-active dogiweb.service' ``` Danach **auf der echten Domain nachsehen**, nicht nur auf die Erfolgsmeldung vertrauen: ``` curl -s -o /dev/null -w "%{http_code}\n" https://dogfather-universe.com/workspace/ && curl -sI https://dogfather-universe.com/ | grep -i via ``` **Wichtig:** `mv` statt `rm`. Die kaputte Datei bleibt als `kaputt-…db` liegen. Wenn sich herausstellt, dass die Sicherung älter war als gedacht, kann man daraus noch Einzelnes herausholen. Später von Hand aufräumen. --- ## Fall 3: Der Server ist ganz weg Dann liegt die letzte Sicherung auf diesem PC. Zuerst holen, was noch geht — falls der Server noch antwortet: ``` bash ~/Documents/Obelix/DogiHompage/tools/sicherung-holen.sh ``` Wiederaufbau in dieser Reihenfolge: 1. Server neu aufsetzen, Benutzer `dogiweb` anlegen (**macht Filipe**, nicht ich — siehe `CLAUDE.md`) 2. `git clone` von Gitea nach `/home/dogiweb/dogfather-universe` 3. Ordner `/home/dogiweb/workspace-daten/` anlegen 4. Neueste Sicherung von diesem PC hochladen: ``` scp ~/Documents/Obelix/Sicherungen/workspace/taeglich-*.db dogfather-server:/home/dogiweb/workspace-daten/workspace.db ``` 5. `dogiweb.service` und Caddy einrichten, Dienst starten 6. Auf `https://dogfather-universe.com/workspace/` anmelden und prüfen 7. Hochgeladene Dateien und Bibliothek zurückspielen — die stecken **nicht** in der Datenbanksicherung, sondern liegen als Dateien daneben: ``` scp -r ~/Documents/Obelix/Sicherungen/workspace/dateien/. dogfather-server:/home/dogiweb/workspace-daten/dateien/ && scp -r ~/Documents/Obelix/Sicherungen/workspace/wissen/. dogfather-server:/home/dogiweb/workspace-daten/wissen/ ``` --- ## Sicherungen auf diesen PC holen **Das läuft von allein** — täglich um 13:30 über die Windows-Aufgabenplanung („Dogfather Workspace - Sicherung holen"). War der Rechner zu der Zeit aus, holt Windows den Lauf beim nächsten Hochfahren nach. Eingerichtet wurde das einmalig mit: ``` powershell -ExecutionPolicy Bypass -File ~/Documents/Obelix/DogiHompage/tools/sicherung-einrichten.ps1 ``` Von Hand anstoßen geht trotzdem jederzeit: ``` bash ~/Documents/Obelix/DogiHompage/tools/sicherung-holen.sh ``` Holt **drei** Dinge: die Datenbanksicherungen, die hochgeladenen Dateien und die PDFs der Bibliothek. Prüft danach jede Datenbankdatei sofort auf Unversehrtheit und darauf, dass wirklich Personen darin stehen — und sagt es, wenn etwas nicht stimmt. **Warum die Dateien nur hier landen und nicht auch auf dem Server:** Eine zweite Kopie auf derselben Platte hilft gegen nichts, was die erste nicht schon überlebt hätte. Und weil `scp` nie löscht, bleibt ein hier einmal geholtes PDF erhalten, auch wenn es auf dem Server verschwindet. --- ## Von Hand sichern, bevor man etwas Größeres anfasst Im Workspace unter **Automationen → Sicherung & Zustand → „Jetzt sichern"**. Dauert Millisekunden. Oder über die Kommandozeile: ``` ssh dogfather-server "sudo systemctl status dogiweb.service --no-pager | head -3" ``` --- ## Was noch fehlt - **Nur ein Ort.** Server und dieser PC stehen beide bei uns. Gegen Feuer oder Diebstahl hilft das nicht. Eine verschlüsselte Kopie an einem dritten Ort wäre die Ausbaustufe — kostenlos möglich, aber eine eigene Entscheidung. --- ## Woran man sieht, dass es noch läuft Im Workspace unter **Automationen → Sicherung & Zustand**. Dort steht in der Zeile **„Kopie außer Haus"**, wann dieser Rechner zuletzt geholt hat. Kommt zehn Tage lang nichts, wird der Kasten gelb und nennt den Grund. Das ist der eigentliche Zweck der Rückmeldung: Eine Sicherung, die still aufhört zu laufen, ist gefährlicher als gar keine — weil man sich auf sie verlässt. Prüfen, ob die Aufgabe eingerichtet ist: ``` powershell -Command "Get-ScheduledTaskInfo -TaskName 'Dogfather Workspace - Sicherung holen' | Select-Object LastRunTime, LastTaskResult, NextRunTime" ``` `LastTaskResult` muss **0** sein. Jeder Lauf steht außerdem in `~/Documents/Obelix/Sicherungen/workspace/lauf-protokoll.txt` — auch die gescheiterten. Ohne das wäre hinterher nicht zu klären, ob die Aufgabe gar nicht lief oder ob sie lief und scheiterte. Das sind zwei sehr verschiedene Fehler.