692d702ebffc34bb8c6132b7dbda7268ce803d29
3
Commits
| Author | SHA1 | Message | Date | |
|---|---|---|---|---|
|
|
be3599239d |
Designsystem: eine Quelle je Farbe, Radien auf eine Skala
Diese Runde ging eine Ebene tiefer als "sieht es gut aus": Ist das
System, aus dem das Aussehen entsteht, ueberhaupt eines?
DIE MESSUNG VORWEG
Markenfarben ausgeschrieben im Quelltext: 155 Stellen
davon Blau 74, Gold 33, Lila 22, Gruen 16, Rot 10
verschiedene Eckenradien: 12
darunter 5px, 7px, 9px, 11px
Die Farben gab es laengst als Variablen. Sie standen trotzdem ueberall
ausgeschrieben da, weil halbdurchsichtige Toene -- Raender, Leuchten,
sanfte Flaechen -- einen Alphawert brauchen, und das mit einer fertigen
Farbvariablen nicht geht: rgba(127, 208, 232, .16).
Die Folge waere beim ersten Farbwechsel sichtbar geworden: Man findet
150 Stellen, uebersieht fuenf, und die Seite hat danach zwei Blautoene,
die sich um eine Nuance unterscheiden. Genau das ist der Unterschied
zwischen einer gewachsenen und einer gestalteten Oberflaeche.
WAS GEAENDERT WURDE
Kanalvariablen (--wd-blau-rgb: 127 208 232) neben den fertigen Farben.
Damit schreibt man rgb(var(--wd-blau-rgb) / .16), und eine Aenderung
wirkt ueberall. 164 Stellen umgestellt, verteilt ueber CSS und neun
Seiten.
Auch die abgeleiteten Farben zeigen jetzt auf die Kanaele statt eigene
Werte zu fuehren -- und die vier Prozessfarben (--wd-p1 bis p4) sind
keine eigenen Farben mehr, sondern Rollen: --wd-p1: var(--wd-blau).
Sonst haette man vier weitere Stellen, die beim naechsten Farbwechsel
stillschweigend zurueckbleiben.
Ergebnis: Jede Markenfarbe hat genau EINE Quelle. Ausgeschriebene
Markenfarben im Quelltext: 0.
Radien auf vier Stufen plus Pillenform: 6 / 10 / 14 / 20 / 999. Kein
Wert wurde um mehr als 2px verschoben, optisch aendert sich also nichts
Spuerbares -- 12 verschiedene Werte sind auf 3 tatsaechlich verwendete
zusammengeschmolzen. Zwischenwerte wie 7px oder 11px entstehen nicht aus
Absicht, sondern weil man beim Bauen einer neuen Kachel nicht nachschaut,
was nebenan schon gilt.
DER BEWEIS, DASS ES EIN SYSTEM IST
Neue Pruefung pruef-system.mjs. Sie behauptet nicht, sie STELLT UM: Die
Markenfarbe wird von Babyblau auf kraeftiges Orange gesetzt und dann
nachgezaehlt, ob irgendwo der alte Ton stehen bleibt.
658 von 1975 sichtbaren Elementen tragen die Markenfarbe
0 bleiben nach der Umstellung beim alten Ton
Prozessfarben folgen nachweislich mit
Radien: 3 Stufen
UND DIE WICHTIGSTE ERKENNTNIS -- ueber das Messen selbst
Der erste Anlauf meldete 110 haengengebliebene Elemente, alle in Kopf-
und Fusszeile. Die naheliegende Erklaerung waere gewesen: "da steht die
Farbe noch ausgeschrieben". Sie war falsch.
Nachgewiesen ueber die DevTools-Schnittstelle: Auf diese Elemente wirkt
die Regel ".wd a:not(.wd-btn) -> var(--wd-blau)", und --wd-blau
resolviert an genau dieser Stelle korrekt zum neuen Orange. Trotzdem
blieb die berechnete Textfarbe alt -- auch nach erzwungener
Neuberechnung.
Der Unterschied: Kopf- und Fusszeile werden von wd-core.js per innerHTML
eingefuegt. Chromium erneuert solche Teilbaeume nicht zuverlaessig, wenn
man eine Variable NACHTRAEGLICH umstellt. Laedt man dieselbe Seite mit
bereits geaenderter Variable, sind sie orange -- gegengeprueft mit einem
Minimalbeispiel, in dem derselbe Mechanismus einwandfrei funktioniert.
Das Pruefverfahren wurde deshalb umgestellt: Die Variable wird VOR dem
Laden ueberschrieben. Das entspricht genau dem, was eine Aenderung in der
CSS-Datei bewirkt -- also dem Fall, um den es wirklich geht.
Haette ich der ersten Messung geglaubt, haette ich 110 einwandfreie
Stellen "repariert" und dabei das gerade aufgebaute System wieder
zerlegt. Es ist der siebte Fehlalarm in eigener Messtechnik innerhalb
von zwei Runden -- und der subtilste.
ALLE PRUEFUNGEN GRUEN: Gestaltung 0 Befunde (13 Seiten x 5 Sprachen
gegen WCAG 2.2 AA), Anfragedetail 20, Verwaltung 69, Portal 32,
Widerruf 58, Textkodierung 55 Kombinationen, Designsystem 5.
Versionsstempel und Cache-Name auf v9.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <[email protected]>
|
||
|
|
3ca9f0b0cd |
Gestaltung: WCAG-Messung ueber alle Seiten, alle Befunde behoben
"Sieht gut aus" ist Geschmack und laesst sich nicht pruefen. Handwerkliche
Qualitaet laesst sich pruefen -- und bei einer WEBDESIGN-Seite ist sie
zugleich das Verkaufsargument: Wer selbst schludert, kann schlecht
Sorgfalt verkaufen.
Neues Werkzeug pruef-design.mjs misst 13 Seiten x 5 Sprachen auf
Handy-Breite gegen WCAG 2.2 AA -- denselben Standard, auf den auch das
Barrierefreiheitsstaerkungsgesetz verweist. Der Browser rechnet, es wird
nichts geschaetzt.
ERGEBNIS: 0 Befunde. Kontrast, Klickflaechen, Tastaturfokus,
Ueberschriftenstruktur, Bildalternativen, Feldbeschriftungen,
lang-Attribut, Schriftgroessen.
ECHTE BEFUNDE, DIE BEHOBEN WURDEN
1. 23 Schriftgroessen unter 12px (bis hinunter zu 10,9px), verteilt ueber
CSS und sieben Seiten. Betroffen waren durchweg gesperrte
Grossbuchstaben-Beschriftungen -- also genau die Textsorte, die klein
ohnehin am schlechtesten lesbar ist. Alle auf mindestens 12px, die
gesperrten auf 12,8px. Das ist zugleich die Dauervorgabe
"augenschonend" ernst genommen.
2. Ueberschriftensprung h2 -> h4 in der Fusszeile, auf ALLEN 13 Seiten in
allen 5 Sprachen (42 Stellen). Wer sich mit einem Screenreader durch
die Ueberschriften bewegt, hoert dadurch eine Gliederung, die es nicht
gibt, und vermutet uebersprungene Abschnitte. Jetzt h2 mit
Gestaltungsklasse: Die Ebene sagt etwas ueber die STRUKTUR, die
Groesse ueber die GEWICHTUNG -- zwei verschiedene Dinge.
3. code-Auszeichnung auf der Rechtsseite rutschte durch relative
Groessenangabe auf 11,2px. Jetzt mit Untergrenze abgesichert.
SECHS FEHLALARME IM WERKZEUG -- ALLE GEFUNDEN UND BESEITIGT
Der erste Lauf meldete 302 Fundstellen. Fast alle waren falsch. Haette
ich sie "repariert", haette ich funktionierende Gestaltung zerstoert.
Jeder Fehlalarm hatte eine eigene, nicht offensichtliche Ursache:
* Farbverlaeufe: getComputedStyle().backgroundColor liefert bei einer
reinen Verlaufsflaeche "rgba(0,0,0,0)". Die Suche lief an der hellen
Knopfflaeche VORBEI bis zum dunklen Seitengrund und verglich dunkle
Schrift mit dunklem Grund -- Ergebnis 1:1 fuer 60 einwandfreie
Knoepfe. Jetzt werden die Farbstopps ausgelesen und der
unguenstigste Fall gerechnet.
* MEHRERE Hintergrundebenen: Die Karten nutzen den bekannten Kniff
"Flaeche padding-box, Rahmenverlauf border-box". Der helle
Rahmenverlauf ist im Textbereich gar nicht sichtbar. Alle Ebenen
zusammenzurechnen ergab 820 Meldungen mit Werten wie "3,45:1" fuer
Text, der in Wahrheit ueber 7:1 liegt. CSS malt die ERSTE Ebene oben
-- nur die zaehlt. Das Trennen an Kommas muss dabei die Kommas
INNERHALB der Verlaufsklammern respektieren.
* Verlaufsschrift (background-clip:text): Dort ist die Schriftfarbe
durchsichtig und der Verlauf IST der Text. Farbe gegen Hintergrund zu
vergleichen ergibt zwangslaeufig 1:1.
* Verlaufsstopps mit wenig Deckkraft (9 % und 4 % Gold in den
Hinweiskaesten) wurden verworfen statt auf den Untergrund gerechnet.
Uebrig blieb "nicht messbar" fuer 72 Textstellen. Ein Pruefwerkzeug,
das bei allem passt, prueft nichts.
* Laufende Ueberblendungen: getComputedStyle liefert waehrend einer
Ueberblendung den ZWISCHENWERT. Nach blur() verblasst der Fokusring
ueber 0,16 s -- misst man sofort, sieht man ihn noch, und "vorher"
ist identisch mit "nachher". Das Codefeld der Verwaltung wurde
dadurch als "ohne sichtbaren Fokus" gemeldet. Nachgewiesen mit
el.matches(":focus") === false bei gleichzeitig sichtbarem Schatten.
Loesung: Ueberblendungen fuer die Messung abschalten.
* Ausgeblendete Abschnitte: Eine Ueberschrift in einem versteckten
Bereich hat selbst weiterhin display:block. Im Portal wurden dadurch
drei h1 gezaehlt, obwohl immer nur eine sichtbar ist. Jetzt
getClientRects().
Dazu zwei bekannte Muster, die das Werkzeug jetzt kennt: der Sprunglink
(absichtlich aus dem Bild geschoben) und die winzigen Auswahlfelder
hinter den Kacheln (die Kachel IST die Klickflaeche).
ALLE UEBRIGEN PRUEFUNGEN WEITERHIN GRUEN nach den Aenderungen:
Anfragedetail 20, Verwaltung 69, Portal 32, Widerruf 58, Textkodierung
55 Seiten-Sprach-Kombinationen.
Versionsstempel und Cache-Name auf v8.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <[email protected]>
|
||
|
|
14ad108c87 |
Rechtliches: elektronische Widerrufsfunktion (§ 356a BGB), Impressum, AGB,
Widerrufsbelehrung und Datenschutz
RECHERCHIERT, NICHT AUS DEM GEDAECHTNIS
Der Webdesign-Bereich hatte KEINE eigene Rechtsseite -- obwohl dort
Vertraege geschlossen und Zahlungen ausgeloest werden. Die Fusszeile
verwies auf die Kontaktseite des Universe, die ein Content-Projekt
beschreibt, kein Dienstleistungsgeschaeft.
Die Web-Recherche hat eine Pflicht zutage gefoerdert, die seit zwei
Monaten gilt und die die Seite nicht erfuellt hat:
§ 356a BGB -- elektronische Widerrufsfunktion, in Kraft seit
19.06.2026. Sie gilt fuer ALLE Fernabsatzvertraege, die ueber eine
Online-Benutzeroberflaeche geschlossen werden, nicht nur fuer
Finanzdienstleistungen.
WARUM DAS HIER GILT: Im Kundenportal nimmt der Kunde Zusatzangebote per
Klick VERBINDLICH an ("Damit nimmst du das Zusatzangebot verbindlich
an"). Das ist ein Vertragsschluss ueber eine Online-Benutzeroberflaeche.
Fuer die geplanten PayPal-Zahlungen gilt dasselbe.
Der Anbieter sitzt in Luxemburg. Fuer Verbraucher mit gewoehnlichem
Aufenthalt in Deutschland gilt nach Art. 6 Rom-I-VO trotzdem das
deutsche zwingende Verbraucherrecht, weil die Seite sich erkennbar an den
deutschsprachigen Markt richtet. Deshalb wurde der STRENGERE Standard
umgesetzt, nicht der bequemere.
WAS GEBAUT WURDE
webdesign/widerruf.html -- die Widerrufsfunktion, genau nach dem
Wortlaut der Vorschrift:
* Beschriftung "Vertrag widerrufen" (gesetzlich vorgegeben)
* ZWEITE Schaltflaeche "Widerruf bestaetigen" (ebenfalls vorgegeben --
ein einstufiges Formular wuerde die Vorschrift nicht erfuellen)
* unverzuegliche Eingangsbestaetigung mit Nummer, ZEITPUNKT (nicht nur
Datum), Empfaenger und dem Wortlaut der Erklaerung
* Link in der Fusszeile JEDER Seite -- "staendig verfuegbar,
hervorgehoben platziert, leicht zugaenglich" heisst nicht "in den AGB
versteckt"
Drei Entscheidungen, die unmittelbar aus dem Sinn der Vorschrift folgen:
KEINE ANMELDUNG. Die Seite ist von der Zugangswand ausgenommen. Wer
seinen Code verlegt hat, wuerde sonst seine Frist verlieren --
Fristverlust durch eine selbstgebaute Huerde ist der schlimmste
denkbare Fall.
KEINE MENGENBEGRENZUNG. Ueberall sonst richtig, hier ein
Rechtsverlust: Wer in der letzten Stunde seiner Frist wegen eines
hakenden Netzes dreimal klickt, darf nicht abgewiesen werden.
KEIN ZWISCHENSPEICHER. Beim Anfrageformular ein Segen, hier eine
Falle: Auf einem geteilten Rechner laege der halb ausgefuellte Widerruf
des einen im Browser des naechsten.
webdesign/rechtliches.html -- Impressum, AGB, Widerrufsbelehrung samt
Muster-Widerrufsformular, Datenschutzerklaerung. Alle Betreiberangaben
sind aus den bestehenden Seiten UEBERNOMMEN, nichts erfunden: Anschrift
in Mondercange, Kleinunternehmerregelung nach Art. 57 TVA-Gesetz LU und
Richtlinie (EU) 2020/285, netcup/Cloudflare, PayPal Luxemburg.
Migration 0014: wd_widerrufe (der dauerhafte Datentraeger und der
Nachweis, wird nie geleert) und wd_zustimmungen. Letztere speichert nicht
nur den Haken, sondern den WORTLAUT, den der Kunde gesehen hat -- die
Beweislast fuer die Zustimmung zum vorzeitigen Leistungsbeginn liegt beim
Unternehmer (§ 356 Abs. 4 BGB), und im Streit zaehlt, WAS bestaetigt
wurde. Bewusst OHNE Fremdschluessel: CASCADE wuerde den Nachweis mit dem
Kunden mitloeschen, RESTRICT wuerde eine DSGVO-Loeschung blockieren.
Druckansicht: Die Eingangsbestaetigung ist ein Rechtsnachweis. Auf Papier
schwarz auf weiss, ohne Navigation und Knoepfe -- ein Nachweis, den
niemand ausdruckt, weil er eine halbe Patrone kostet, erfuellt seinen
Zweck nicht.
ZWEI ECHTE FEHLER GEFUNDEN
1. Die Pflicht-Sternchen verschwanden nach der Uebersetzung. Ursache:
data-i18n stand auf dem <label> selbst und ersetzte dessen ganzen
Inhalt -- samt <span class="wd-pflicht">. Das Anfrageformular macht es
laengst richtig (data-i18n auf einem INNEREN span); die neue Seite
hatte das Muster nicht uebernommen. Aufgefallen ist es nur, weil der
Test die Pflichtfelder GEZAEHLT hat statt sie vorauszusetzen.
2. window.WD.sprache() gibt es nicht, die Funktion heisst getSprache().
Dadurch brach der Uebergang zur zweiten Stufe stumm ab.
GEPRUEFT: 58 Pruefungen, alle bestanden. Darunter die gesetzlich
vorgegebenen Beschriftungen in allen FUENF Sprachen, "kein Grund noetig",
genau drei Pflichtfelder, Datum UND Uhrzeit in der Bestaetigung, und die
Druckansicht.
WAS FILIPE NOCH PRUEFEN LASSEN MUSS: Diese Texte sind sorgfaeltig
recherchiert, aber ich bin keine Rechtsanwaeltin. Vor dem oeffentlichen
Start gehoert das Ganze einmal zu einer im luxemburgischen Recht
qualifizierten Fachperson -- besonders die grenzueberschreitende Lage
(Sitz LU, Kunden in DE/CH/FR/PT) und die Frage, ob die Seite in
Franzoesisch und Portugiesisch aktiv verkaufen soll. Dann muessen die
Rechtstexte auch dorthin uebersetzt werden, und zwar fachlich.
Versionsstempel und Cache-Name auf v7.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <[email protected]>
|