Drei Fehlalarme, die auf echte Stellen zeigten -- und keiner war ein Fehler

Weiter am Rundumcheck. Diese Runde hat KEINE Zeile am Programm
geaendert: Alle drei Befunde kamen aus den Pruefungen selbst. Das ist
kein Trost, sondern die unangenehmere Sorte -- ein Fehlalarm nennt eine
echte Stelle und eine plausible Zahl, und man sucht danach am richtigen
Code.

1. EIN FARBFORMAT, DAS DIE MESSUNG NICHT KANNTE.

   `pruef-neue-seiten` meldete auf treff-regeln.html einen Kontrast von
   1,07 -- praktisch unsichtbarer Text. Nachgemessen an Ort und Stelle:
   dunkler Text auf HELLBLAUER Flaeche, rund 10:1.

   Chromium gibt eine Farbe, die aus `color-mix()` entstanden ist, als
   `color(srgb 0.37 0.78 0.97)` zurueck -- Werte von 0 bis 1, keine
   Kommas. Die Messung las nur `rgba?(...)`, fand die Flaeche des
   Sprunglinks nicht, ging zum fast schwarzen Elternteil weiter und
   rechnete dunkel gegen dunkel. Im Haus ist `color-mix` ueberall.

   Der Farbleser kennt jetzt beide Formate und faehrt vier Proben mit
   (rgb, rgba, color(srgb), color(srgb / alpha)) -- dazu eine fuenfte,
   die beweist, dass er bei Unbekanntem NICHTS liefert. Ein Leser, der
   im Zweifel Schwarz zurueckgibt, waere schlimmer als der alte: Er
   wuerde nie wieder auffallen.

2. EINE SEITE, DIE ZU KURZ WAR, UM "GEFUELLT" ZU HEISSEN.

   Dieselbe Pruefung verlangte von jeder Seite mehr als 400 Zeichen
   Text. entwicklung.html hat 350 -- seit dem Umbau, bei dem aus
   achtzehn Zahlenkaesten zwei Personenkacheln mit einem Ring wurden.
   Die Seite sagt seither mehr und braucht weniger Worte; die Pruefung
   bestrafte damit genau die Verbesserung.

   Jede Seite darf jetzt sagen, woran man sieht, dass sie da ist: eine
   Zeichenzahl, wo Text die Sache ist -- ein MERKMAL (".e-person",
   mindestens zwei), wo Struktur die Sache ist. Eine Zahl kann beides
   nicht unterscheiden.

3. EIN ABSCHNITT, DER SPAETER KAM ALS DIE MESSUNG.

   "Die rechte Hand sieht ihre eigene Karte" war rot -- versteckt,
   obwohl der Server `hat_karte: true` sagte. Von Hand nachgesehen
   stand sie da. Die Entwicklungsseite laedt nacheinander (Aufgaben,
   Vorlagenbrett, eigene Karte), und zwischen zwei Schritten kann es
   laenger als 600 ms still sein -- die Ruheregel der Pruefung hielt
   das fuer "fertig". Jetzt wartet sie zusaetzlich auf den einen
   Abschnitt, der sich selbst aufdeckt, hoechstens zwei Sekunden.
   Nebenwirkung: Der Vergleich "zwei verschiedene Bildschirme" misst
   jetzt 632 gegen 1191 Zeichen statt 350 gegen 350.

   109 Pruefungen, 0 Fehler (vorher 8).

4. UND EINE FESTE ZAHL, DIE MIT DER SEITE GEWACHSEN IST.

   `pruef-buehne` erlaubte hoechstens ZWEI Texte, um die herum kein
   freier Untergrund zu finden ist. treff-regeln.html hat inzwischen
   40 Textstuecke, drei davon stehen dicht -- 7,5 %. Die Sorge dahinter
   bleibt richtig (eine Pruefung, die kaum hingesehen hat, darf nicht
   "bestanden" sagen), aber das ist eine Frage des ANTEILS: zwei von
   vier waere schlimm, drei von vierzig ist es nicht. Jetzt: zwei
   immer erlaubt, darueber ein Zehntel -- und die Meldung nennt die
   Textanfaenge, damit man in einer Sekunde sieht, worum es geht.

ZWEI NEUE WERKZEUGE, beide aus der Not dieser Runde entstanden:
  mess-farbe-am-text.mjs  -- liest die Farben an Ort und Stelle aus und
                             geht die Elternkette hoch bis zur ersten
                             deckenden Flaeche
  mess-seiteninhalt.mjs   -- zeigt, was auf einer Seite wirklich steht,
                             mit ROLLE=hand auch mit fremden Augen

GEMESSEN: pruef-neue-seiten 109/0, pruef-buehne alles in Ordnung.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <[email protected]>
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2026-09-25 12:48:16 +02:00
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+36 -5
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@@ -248,6 +248,12 @@ for (const [breite, hoehe, wie] of [[1440, 950, "Computer"], [390, 780, "Handy"]
&& el2.children.length === 0 && el2.textContent.trim().length > 0;
let schlecht = null, anzahl = 0, ohneStelle = 0, uebersprungen = 0;
/* WELCHE Texte ungemessen blieben -- nicht nur wie viele.
„3 von 40" sagt, dass etwas ist, und nicht was; man muss die
Seite danach von Hand durchgehen. Mit den Anfaengen der drei
Texte sieht man in einer Sekunde, ob es dicht gesetzte Zeilen
sind (in Ordnung) oder etwas, das auf der Buehne liegt. */
const ohneListe = [];
const alle = [...document.querySelectorAll("p, h1, h2, h3, span, a, li")]
.filter((e) => e.children.length === 0 && e.textContent.trim().length > 2);
for (const e of alle) {
@@ -367,7 +373,11 @@ for (const [breite, hoehe, wie] of [[1440, 950, "Computer"], [390, 780, "Handy"]
/* Kein freier Punkt gefunden -- das wird GEZÄHLT und ausgegeben.
Ein stillschweigend übersprungener Text wäre eine Prüfung, die
behauptet, etwas geprüft zu haben. */
if (!p) { ohneStelle++; continue; }
if (!p) {
ohneStelle++;
if (ohneListe.length < 6) ohneListe.push(e.textContent.trim().slice(0, 28));
continue;
}
const st = st0;
@@ -420,7 +430,8 @@ for (const [breite, hoehe, wie] of [[1440, 950, "Computer"], [390, 780, "Handy"]
verlauf: clipText };
}
}
return { ...schlecht, anzahl, ohneStelle, uebersprungen, gesamt: alle.length };
return { ...schlecht, anzahl, ohneStelle, uebersprungen,
ohneListe, gesamt: alle.length };
}, [bild.toString("base64"), DUNKELSTER_QUELLE]);
/* ---- GEGENPROBE ZUR VERLAUFSSCHRIFT ----------------------------
@@ -494,9 +505,29 @@ for (const [breite, hoehe, wie] of [[1440, 950, "Computer"], [390, 780, "Handy"]
ungeprüft geblieben. Das darf vorkommen (dicht gesetzte Zeilen),
aber nicht unbemerkt und nicht bei vielen -- sonst meldet die
Prüfung "bestanden" für eine Seite, die sie kaum angesehen hat. */
ok(schlimmster.ohneStelle <= 2,
`${s}: höchstens zwei Texte ohne freien Untergrund `
+ `(${schlimmster.ohneStelle} von ${schlimmster.gesamt})`);
/* ==== EIN ANTEIL STATT EINER ZAHL (25.09.2026) ================
Hier stand `<= 2`. Die Zahl stimmte, solange die Seiten klein
waren; treff-regeln.html hat inzwischen 40 Textstuecke, und drei
davon stehen so dicht, dass rings um sie kein freier Punkt zu
finden ist. Das sind 7,5 % -- kein Grund, eine Seite rot zu
melden, auf der 27 Texte gemessen wurden.
DIE SORGE DAHINTER BLEIBT RICHTIG: Eine Pruefung, die kaum
hingesehen hat, darf nicht „bestanden" sagen. Nur ist das eine
Frage des ANTEILS, nicht einer festen Zahl -- zwei von vier
waere schlimm, drei von vierzig ist es nicht.
Zwei bleiben immer erlaubt (kleine Seiten), darueber ein
Zehntel. Und WELCHE es sind, steht jetzt in der Meldung: Wer
drei Textanfaenge liest, sieht in einer Sekunde, ob es dicht
gesetzte Zeilen sind oder etwas, das auf der Buehne liegt. */
const erlaubtOhne = Math.max(2, Math.floor(schlimmster.gesamt / 10));
ok(schlimmster.ohneStelle <= erlaubtOhne,
`${s}: höchstens ${erlaubtOhne} Texte ohne freien Untergrund `
+ `(${schlimmster.ohneStelle} von ${schlimmster.gesamt})`
+ ((schlimmster.ohneListe || []).length
? ` -- ${schlimmster.ohneListe.map((x) => `"${x}"`).join(", ")}` : ""));
}
if (breite === 1440) {