Tagesblick: Termine als Karten, und vier Fehler, die dabei auffielen

Filipe zu der Liste mit einem einzigen Termin darin: "das soll viel
geiler und krasser aussehen bitte."

Er hatte recht, und der Grund war der Einzelfall. Ein Zeitstrahl lebt
davon, dass er etwas VERBINDET -- bei einem Eintrag verbindet er nichts.
Uebrig blieben eine magere Zeile, ein Strich ins Leere und Weissraum bis
zur Plakette am rechten Rand.

Jetzt traegt jede Karte fuer sich: eigene Flaeche mit farbiger Kante,
die Uhrzeit gross und in der Farbe der Terminart (vorher war sie
kleiner als der Titel -- dabei ist sie das, was man sucht), ein Balken
fuer die Dauer, und "JETZT" am naechsten Termin statt eines etwas
helleren Hintergrunds. Erledigtes bekommt einen Haken und verliert die
Farbe, bleibt aber voll lesbar; vorher wurde alles blasser, was auch
den Text traf.

Kein Neon dazu. Die Wirkung kommt aus Kontrast und Hierarchie.

VIER FEHLER, DIE DIE PRUEFUNGEN GEFUNDEN HABEN

1. ZEITZONE, in NEUN Pruefungen. Um 00:10 meldete pruef-teilnehmer
   ploetzlich 13 Fehlschlaege an einer Datei, die seit Stunden niemand
   angefasst hatte:

       Ortszeit:  06.09.2026, 00:10
       UTC:       05.09.2026, 22:10

   Sie bildeten ihr Tagesdatum mit toISOString() -- also UTC -- legten
   ihre Termine auf gestern und suchten heute. ZWEI STUNDEN AM TAG waren
   sie damit rot, im Winter eine. Wer nur tagsueber laeuft, sieht das
   nie. Jetzt gibt es helfer-zeit.mjs mit derselben Rechenweise wie die
   Anwendung, und pruef-struktur sucht das Muster kuenftig automatisch.

2. MEIN UMSTELL-SKRIPT VERSAGTE STILL. Es pruefte
   `if "helfer-zeit.mjs" not in s` -- und mein eigener Kommentar
   enthielt den Dateinamen. Ergebnis: keine einzige der neun Dateien
   bekam den Import, alle waeren zur Laufzeit abgestuerzt. `node --check`
   findet das nicht. Aufgefallen, weil danach nachgezaehlt wurde statt
   der Erfolgsmeldung zu glauben.

3. DIE KACHEL LIESS DIE SEITE SPRINGEN. Der Layout-Sprung auf
   start.html stieg von 0 auf 0,96 -- zweimal bestaetigt. Sie erschien
   erst nach dem Laden und schob alles darunter weg. Das ist kein
   Schoenheitsfehler, sondern der Grund, warum man auf den falschen
   Knopf drueckt.

   Gemessen wurden die echten Hoehen (1 Termin 169 px, 3 → 327, 5 →
   486). Daraus zwei Konsequenzen: Platz vorher reservieren, und
   hoechstens DREI Termine zeigen -- das halbiert die Spanne und ist
   die klarere Aussage. Der Rest steht als "1 weiterer Termin heute"
   darunter, nicht stillschweigend abgeschnitten. Von 0,96 auf 0,163.

4. SCHRIFTGROESSE, zweimal am selben Tag: erst die Art-Plaketten mit
   10,56 px, dann -- nach der Korrektur -- die neue Jetzt-Marke mit
   10,88. Beide Male gemeldet von pruef-handy und pruef-grosscheck,
   beide Male erst nach einem mehrminuetigen Browserlauf.

ZWEI PRUEFUNGEN, DIE SICH SELBST IM WEG STANDEN

pruef-tempo-workspace meldete "NEUE Doppelabfrage: start.html 2x
/workspace/api/termine". Nachgemessen an einem einzelnen Seitenaufruf:
genau eine Anfrage. Die Pruefung startete ihren Zaehler, bevor die
Anmeldung zur Ruhe gekommen war, und schrieb der Seite an, was die
vorherige noch offen hatte.

pruef-tagesblick fiel zum zweiten Mal auf dieselbe Falle herein: Sie
mass die Artfarbe an einem vorbeigezogenen Termin, der absichtlich grau
ist. Diesmal an der Wurzel geloest -- die Daempfung wird fuer die
Messung kurz abgeschaltet und sofort zurueckgesetzt. Damit ist die
Zuordnung fuer JEDEN Termin geprueft, unabhaengig von der Uhrzeit des
Laufs, und zusaetzlich beweist die Pruefung, dass die Daempfung greift.

NEU: Schriftgroessen werden jetzt AN DER QUELLE geprueft, in Sekunden
statt Minuten. Im Bestand stehen 43 solche Stellen; sie alle rot zu
melden haette die Pruefung ab Tag eins wertlos gemacht. Deshalb eine
Grundlinie wie beim Layout-Sprung: Sie haelt den Stand fest und
schlaegt an, sobald es MEHR werden. Heute haette das zweimal gegriffen.
Die Browserpruefung bleibt daneben -- sie sieht, was am Ende auf dem
Schirm steht, die CSS-Pruefung nur, was gemeint war.

Gesamtlauf: 56 von 56 Dateien, 2002 von 2002 Punkten.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <[email protected]>
This commit is contained in:
2026-09-06 01:32:33 +02:00
co-authored by Claude Opus 5
parent 6541ecbfa7
commit e0d8e6d55d
32 changed files with 832 additions and 297 deletions
+66 -16
View File
@@ -220,15 +220,46 @@ melde("\n=== Die Termine des Tages ===");
Eine Prüfung, deren Ergebnis von der Uhrzeit des Laufs abhängt,
ist keine Prüfung -- sie ist morgens grün und abends rot, und
irgendwann glaubt ihr niemand mehr. Deshalb wird hier --ton
gelesen: die Zuordnung Art → Farbe, die immer gilt. Der Rand
folgt darunter, aber nur an einem Termin, der nachweislich noch
nicht vorbei ist. */
const toene = await seite.$$eval(".tagesliste__punkt", (punkte) => punkte.map((p) => ({
art: p.dataset.art,
ton: getComputedStyle(p).getPropertyValue("--ton").trim().toLowerCase(),
vorbei: p.dataset.vorbei === "ja",
rand: getComputedStyle(p.querySelector(".tagesliste__marke")).borderTopColor,
})));
gelesen: die Zuordnung Art → Farbe, die immer gilt. Die sichtbare
Kante folgt darunter, aber nur an einem Termin, der nachweislich
noch nicht vorbei ist. */
const toene = await seite.$$eval(".tagesliste__punkt", (punkte) => punkte.map((p) => {
const vorbei = p.dataset.vorbei === "ja";
/* DIE DÄMPFUNG WIRD FÜR DIE MESSUNG KURZ ABGESCHALTET.
Ein vorbeigezogener Termin setzt --ton bewusst auf Grau. Wer
die Zuordnung Art → Farbe an ihm misst, misst die Dämpfung und
nennt sie einen Fehler -- genau das ist im ersten Entwurf
passiert ("falsche Farbe: call=#75859a").
Statt nur die ausstehenden zu messen (dann hinge das Ergebnis
wieder an der Uhrzeit des Laufs, und abends bliebe fast nichts
übrig) wird das Merkmal hier kurz entfernt, gemessen und sofort
zurückgesetzt. Damit ist die Zuordnung für JEDEN Termin geprüft,
unabhängig davon, wann jemand den Lauf startet. */
if (vorbei) delete p.dataset.vorbei;
const ton = getComputedStyle(p).getPropertyValue("--ton").trim().toLowerCase();
if (vorbei) p.dataset.vorbei = "ja";
return {
art: p.dataset.art,
ton,
vorbei,
/* Die farbige Kante links ist seit dem Umbau auf Karten
(05.09.2026) ein ::before -- vorher war es der Ring einer
Marke. Gemessen wird ihr Hintergrund, dort steckt die Farbe. */
kante: getComputedStyle(p, "::before").backgroundImage,
/* Und der Dauerbalken: Seine Füllung sagt, wie lang der Termin
ist. Ein Balken, der bei jeder Dauer gleich aussieht, wäre
Deko -- und Deko, die aussieht wie eine Angabe, führt in die
Irre. */
laenge: getComputedStyle(p.querySelector(".tagesliste__balken") || p)
.getPropertyValue("--laenge").trim(),
/* Der gedämpfte Ton, separat: So lässt sich beides beweisen --
die richtige Zuordnung UND dass die Dämpfung greift. */
tonGedaempft: getComputedStyle(p).getPropertyValue("--ton").trim().toLowerCase(),
};
}));
const SOLL = { call: "#3fbdf5", termin: "#8a76ff", review: "#50a752", frist: "#d17717" };
const falsch = toene.filter((t) => SOLL[t.art] && t.ton !== SOLL[t.art]);
@@ -238,17 +269,17 @@ melde("\n=== Die Termine des Tages ===");
: `alle ${toene.length} Termine tragen die Kalenderfarbe ihrer Art `
+ `(${toene.map((t) => `${t.art} ${t.ton}`).join(", ")})`);
/* Und der Rand nimmt sie auch wirklich an -- gemessen an einem
/* Und die Kante nimmt sie auch wirklich an -- gemessen an einem
Termin, der noch aussteht. Gibt es keinen (ein Lauf kurz vor
Mitternacht), wird das gesagt statt behauptet: der dritte Ausgang. */
const offen = toene.find((t) => !t.vorbei);
if (offen) {
const soll = SOLL[offen.art];
const r = parseInt(soll.slice(1, 3), 16), g = parseInt(soll.slice(3, 5), 16), b = parseInt(soll.slice(5, 7), 16);
ok(offen.rand.replace(/\s/g, "") === `rgb(${r},${g},${b})`,
`der Ring des nächsten Termins (${offen.art}) trägt sie sichtbar: ${offen.rand}`);
ok(offen.kante.replace(/\s/g, "").includes(`rgb(${r},${g},${b})`),
`die Kante des nächsten Termins (${offen.art}) trägt die Farbe sichtbar`);
} else {
melde(` -- kein ausstehender Termin zur Zeit des Laufs — der Ring `
melde(` -- kein ausstehender Termin zur Zeit des Laufs — die Kante `
+ `wurde nicht am Bild geprüft (die Zuordnung darüber schon)`);
}
@@ -257,11 +288,30 @@ melde("\n=== Die Termine des Tages ===");
eine Behauptung im Stylesheet. */
const vorbei = toene.find((t) => t.vorbei);
if (vorbei) {
ok(vorbei.rand.replace(/\s/g, "") !== `rgb(80,167,82)`.replace(/\s/g, "")
|| vorbei.art !== "review",
`ein vorbeigezogener Termin ist gedämpft (Ring ${vorbei.rand} statt der Artfarbe)`);
/* Beides zusammen ist der Beweis: Die Zuordnung stimmt (ton), UND
die Dämpfung überschreibt sie (tonGedaempft). Nur eines von
beidem zu messen liesse offen, ob die Dämpfung überhaupt wirkt
oder ob die Farbe von vornherein fehlte. */
ok(vorbei.tonGedaempft === "#75859a" && vorbei.ton !== "#75859a",
`vorbei wird gedämpft: ${vorbei.art} trägt ${vorbei.ton}, `
+ `angezeigt wird ${vorbei.tonGedaempft}`);
}
/* DER DAUERBALKEN muss die Dauer WIRKLICH abbilden. Ein Balken, der
bei 30 und bei 60 Minuten gleich aussieht, ist Deko -- und Deko,
die aussieht wie eine Angabe, ist schlimmer als keine. */
const laengen = toene.map((t) => t.laenge).filter(Boolean);
ok(laengen.length === 3 && new Set(laengen).size >= 2,
laengen.length !== 3
? `nur ${laengen.length} von 3 Terminen haben einen Dauerbalken`
: `die Balken unterscheiden sich nach Dauer: ${laengen.join(", ")}`);
/* Und die JETZT-Marke steht genau am nächsten Termin -- nicht an
allen, nicht an keinem. */
const jetztMarken = await seite.$$eval(".tagesliste__jetzt",
(m) => m.filter((x) => getComputedStyle(x).display !== "none").length);
ok(jetztMarken === 1, `die Marke "Jetzt" steht ${jetztMarken}× (erwartet genau 1×)`);
/* GENAU EINER ist "als Nächstes dran" -- nicht null, nicht zwei. */
const naechste = zeilen.filter((z) => z.naechster).length;
ok(naechste === 1, `genau ${naechste} Termin ist als Nächstes hervorgehoben`);